Andreasbrunnen und Andreashof

Der Andreasbrunnen oder "Ennerschbure" liegt innerhalb des Vollmersbacher Flures zur Tiefensteiner Banngrenze hin.

Seinem Wasser hat man in früheren Zeiten immer heilende Wirkung zugeschrieben. Noch um 1880 kamen Heilungsuchende von denen Dankesgaben zur Buße niedergelegt wurden. Meistens drei weiße Dinge, ein Ei, ein Silbergeldstück und ein weißes Kinderhemdchen.

wappen

Der erste Beleg über den "Underbure" bei Folemarisbach stammt aus dem Jahr 1276 aus der Abtei Tholey. Dieser "Underbure" wurde im Volksmund, da er im Ennerschberg (Unterstberg) gelegen war, "Ennerschbure" genannt. Diese Bezeichnung hat er über die Jahrhunderte hinweg bis heute behalten.

Erst um 1515 hört man nochmals vom "Endrisborn" in Verbindung mit dem Andreashof.

Es ist möglich, dass die Umwandlung des Namens wegen dem heilwirkenden Wasser in St. Endris (Heilender) St. Andreas vorgenommen wurde. Jedenfalls geht aus einem Pachtschreiben der Wild- und Rheingrafen von 1515 dieser Name hervor.

Ab 1700 hört man nichts mehr von einem Hof sondern nur noch von Hofländereien.

Aus einer urkundlichen Amtsrechnung der Grafen von Wildenburg von 1714 (Abschrift liegt bei Rektor Heidrich in Birkenfeld) werden die Hofländereien in Erbpacht vom Weierbacher Unterbrunn gegeben. Erster Pächter war Jakob Thees, später Johannes Schlenger. Letzter Pächter war Wilhelm Rieth aus Veitsrodt 1793.

1550 wird der Hof "Follmershusenbach" genannt. Die gesamten Ländereien des Hofes wurden in den Jahren 1803 bis 1804 von den Franzosen versteigert und gingen in den Besitz der Gemeinde Vollmersbach über. In den Jahren 1822 bis 1840 waren sie bereits von den 29 Gemeinsleuten in Pacht verteilt.